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Werbeplakat gestalten: 10 Regeln für Außenwerbung, die wirkt

Veröffentlicht am Autor: Ing. Mario Kvasina, MSc

Wie viel Text darf auf ein Werbeplakat?

Ein Werbeplakat sollte mit maximal sieben Wörtern auskommen. Vorbeifahrende und Passanten haben je nach Standort nur 3 bis 8 Sekunden Zeit - alles, was in dieser Spanne nicht erfasst wird, ist verloren.

Bewährt hat sich eine Dreiteilung: eine kurze Botschaft, ein Logo und ein einziger Handlungsimpuls (Adresse, Website oder Telefonnummer). Preise, Öffnungszeiten und Aufzählungen gehören auf die Website, nicht auf die Fläche.

Ein einfacher Test: Halten Sie das Motiv auf Handybildschirm-Größe eine Armlänge entfernt. Was Sie dort in zwei Sekunden nicht lesen können, wird auch auf 15 m² niemand lesen.

Wie groß muss die Schrift auf einem Plakat sein?

Als Faustregel gilt: Pro 10 Meter Betrachtungsabstand braucht die Hauptaussage rund 4 cm Schrifthöhe. Bei einer Werbefläche, die aus 30 bis 100 m gesehen wird, bedeutet das eine Schrifthöhe von mindestens 12 bis 40 cm.

Auf einer LED-Wall mit 5 × 3 m Fläche heißt das praktisch: Die Hauptzeile nimmt mindestens ein Fünftel der Bildhöhe ein. Alles darunter wirkt aus dem Auto wie ein grauer Balken.

Verwenden Sie serifenlose, gut gebaute Schriften mit kräftigen Strichstärken. Dünne Light-Schnitte und enge Laufweiten brechen bei Bewegung und Gegenlicht als Erstes weg.

Welche Farben und Kontraste funktionieren in der Außenwerbung?

Entscheidend ist nicht die Farbe, sondern der Helligkeitskontrast zwischen Text und Hintergrund. Dunkle Schrift auf hellem Grund oder helle Schrift auf sattem, dunklem Grund bleibt auch bei Sonne, Regen und Dämmerung lesbar.

Kritisch sind Kombinationen mit ähnlicher Helligkeit - Rot auf Grün, Blau auf Schwarz oder Gelb auf Weiß. Sie sehen am Monitor gut aus und verschwinden im Straßenraum.

Auf digitalen Flächen kommt Leuchtdichte dazu: Sehr helle Vollflächen blenden nachts und lassen Text ausfransen. Ein dunkler Hintergrund mit hellen Textelementen wirkt auf LED meist ruhiger und lesbarer.

Was gehört als Call-to-Action auf das Plakat?

Genau ein Handlungsimpuls - und zwar der, der zur Situation passt. Wer im Auto vorbeifährt, merkt sich einen Markennamen oder eine kurze Domain, aber keine 11-stellige Telefonnummer.

Gut funktionieren: eine kurze, sprechende Domain, ein Ortsbezug ("200 m weiter rechts") oder ein zeitlicher Anlass ("Neueröffnung ab 3. Oktober"). QR-Codes sind an Straßen mit fließendem Verkehr sinnlos, an Ampeln und in Fußgängerbereichen dagegen brauchbar.

Was ist beim Gestalten digitaler LED-Motive anders?

Digitale Motive laufen in einer Rotation und werden meist als Standbild oder als kurzer Videoloop ohne Ton ausgespielt. Wichtig ist, dass die Kernbotschaft in jeder Sekunde des Loops sichtbar bleibt - auch wenn jemand erst in der Mitte einsteigt.

Vermeiden Sie schnelle Schnitte, einfliegende Texte und Animationen, die den Blick zerlegen. Ruhige Bewegung, ein Motivwechsel und ein stehendes Logo wirken deutlich stärker als ein Werbespot im Kleinformat.

Für die LED-Werbewall an der B14 liefern Sie Motive im Seitenverhältnis der Fläche (5 × 3 m) als hochauflösende Bilddatei oder MP4-Loop. Wir prüfen jedes Motiv vor Ausspielung auf Lesbarkeit aus 30 bis 100 m Distanz.

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